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Pressemeldungen - Neue Westfälische - Thema - Fahrad-Politik in B.O. PDF Drucken E-Mail
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Mittwoch, 24. April 2013
Ordnungsamt appelliert an Besitzer von am Bahnhof „wild geparkten“ Fahrrädern

Von Jörg Stuke
Bad Oeynhausen. Rund 80 Fahrräder waren gestern Mittag vor dem Nordbahnhof geparkt. 30 davon sind dem Ordnungsamt ein Dorn im Auge. „Diese Räder, die auf der Rampe zum Bahnhofsvorplatz an den Handlauf angekettet sind, stehen Menschen mit Behinderungen im Weg“, sagt Ordnungsamtsleiter Klaus Rinne. Das Ordnungsamt startete deshalb gestern eine Aktion gegen diese „wild“ geparkten Räder. Mit einer roten Karte appelliert die Stadt an die Besitzer, ihr Rad künftig so abzustellen, dass es andere Menschen nicht behindert.

Anders als im Sport bedeutet diese rote Karte aber noch keinen Platzverweis für die Räder. „Wir wollen an das Verständnis der Radbesitzer appellieren“, erläutert Rinne. Erst wenn diese Hinweise nicht fruchten sollten, will das Ordnungsamt über weitere Maßnahmen nachdenken. „Wir müssen dann sehen, was rechtlich möglich ist“, sagt Rinne.

Denn die Rechtsprechung sei nicht eindeutig, wenn es darum gehe, solche im Wege stehenden Räder einzukassieren.

Das Grundproblem: Nach wie vor fehlen am Bahnhof ausreichende und geeignete Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. „Sicher würde es die Situation erheblich verbessern, wenn hier zusätzliche Fahrradständer aufgebaut würden“, sagt der Ordnungsamtsleiter. Das sieht Stadt-Pressesprecher Volker Müller-Ulrich ganz ähnlich. „Diese Frage, wann neue Fahrradständer kommen, hängt aber auch daran, was in Zukunft mit dem Bahnhof passieren soll“, so Müller-Ulrich. Wie berichtet, hatte die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) den Nordbahnhof der Stadt zum Kauf angeboten. „Zurzeit sind BEG und Stadt dabei, gemeinsam ein Wertgutachten zu erstellen“, erläuterte Müller-Ulrich. Wenn das vorliegt, muss der Rat entscheiden, ob die Stadt den Bahnhof kauft oder nicht. Wann diese Entscheidung ansteht, konnte Müller-Ulrich noch nicht sagen. „Unabhängig davon aber macht sich unser Fachbereich für Stadtplanung und Bauen aber Gedanken darüber, welche Parkangebote man den Radfahrern am Bahnhof machen kann – auch, wenn die Stadt den Bahnhof denn nicht kauft“, so Müller-Ulrich.

Ein weiteres Problem, das das Ordnungsamt am Nordbahnhof seit Jahren beschäftigt, sind die „Schrotträder“. Darunter versteht Rinne Räder, die am Bahnhof abgestellt sind, die aber augenscheinlich gar nicht mehr fahrbereit sind. „Da sind zum Beispiel die Reifen platt und Kette oder Sattel fehlen“, erklärt Stefan Meier, Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes. „Diese Räder bekommen von uns einen Zettel mit der Aufforderung an die Eigentümer, sie innerhalb der nächsten 14 Tage zu entfernen“, erläutert Rinne. Stehen die Räder nach dieser Frist immer noch da, werden sie vom Ordnungsamt entfernt und verschrottet. „Das kommt im Jahr rund zwölf bis 15 Mal vor“, weiß Rinne.

© 2013 NEUE WESTFÄLISCHE - Bad Oeynhausener Kurier vom 24.04.2013