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Pressemeldungen - Neue Westfälische - 4 Sterne-Plus-Parkhotel B.O. PDF Drucken E-Mail
Politiker zweifeln am Hotel-Projekt
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Freitag, 08. März 2013

BBO: „Unsere Einschätzung des Projektes hat sich zu 100 Prozent bestätigt“

Fraktionsvorsitzende denken über Alternativen nach

VON JÖRG STUKE

Bad Oeynhausen. Geahnt haben sie es offenbar alle. Keiner der Fraktionsvorsitzenden von Grünen, BBO, FDP, UW und Linken zeigte sich gestern überrascht von den Finanzierungsproblemen, die beim Projekt „Park-Hotel“ auf dem Gelände der alten Kurverwaltung aufgetaucht sind. Und die Politiker machen sich Gedanken, was mit dem Gelände am Ost-Rand des Kurparks womöglich alternativ geschehen soll.

Wie die Neue Westfälische gestern exklusiv berichtete, hat die Bremer Fondsgesellschaft

»Von Anfang an auf Sand gebaut«

Ventafonds offenbar Probleme, das auf insgesamt 16 Millionen Euro veranschlagte Projekt zum Bau eines Vier-Sterne-Hotels zu finanzieren. So hatte Ventafonds nach Informationen der NW nicht nur Probleme, eine Forderung der Stadt über 90.000 Euro Grundsteuer für das im Juni erworbene Grundstück zu begleichen. Auch zwei Banken, die 40 Prozent der Investitionssumme finanzieren sollten, sollen ihre Zusage zurückgezogen haben.

„Ich glaube nicht, dass sich für das Hotelprojekt neue Investoren finden lassen“, sagte Dr. Volker Brand (Grüne). „Man sollte sich nun Gedanken über andere Nutzungsmöglichkeiten für das Grundstück machen“, sagte Brand.

„Unsere Einschätzung des Projektes hat sich zu 100 Prozent bestätigt“, erklärte Reiner Barg (BBO, Bürger für Bad Oeynhausen). Er forderte eine Sondersitzung des Staatsbad-Betriebsausschusses, in dem die notwendigen Entscheidungen darüber getroffen werden sollten, wie es weitergeht. Für Barg heißt das zunächst: Rückabwicklung des Kaufvertrages und Abriss der alten Kurverwaltung. „Das Kapitel Hotel ist abgehakt. Aber das war es eigentlich schon von Anfang an“, sagte Barg.


Ähnlich äußerte sich Andreas Korff (Linke). „Das Projekt war von Anfang an auf Sand gebaut.“ Auch Korff fordert, die alte Kurverwaltung möglichst bald abzureißen. „Dann müssen wir sehen, was wir mit dem Gelände anfangen wollen.“

Da hat Wilhelm Ober-Sundermeyer (FDP) schon einen klaren Wunsch formuliert. „Wir sollten gemeinsam mit möglichen Investoren überlegen, was an dieser Stelle machbar ist. Und dabei sollte man möglichst das Spielcasino einbeziehen.“ Denn das Casino hatte über eine Verlagerung vom Standort Werre-Park in das Hotel-Projekt nachgedacht, diesen Plan aber inzwischen wieder verworfen (wir berichteten).

Für Thomas Heilig (Unabhängige Wähler) ist der Plan vom Hotel noch nicht endgültig erledigt. „Ich kann mir schon vorstellen, dass sich dafür andere Investoren finden lassen“, sagte er. „Die Frage ist nur, ob wir so ein luxuriöses Hotel in Bad Oeynhausen überhaupt brauchen.“

Die Vorsitzenden von SPD und CDU kamen bereits gestern in der NW zu Wort.

© 2013 NEUE WESTFÄLISCHE - Bad Oeynhausener Kurier vom 08.03.2013