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Pressemeldungen - Westfalen-Blatt - Thema - Gewerbefläche Lohe-Süd PDF Drucken E-Mail
Bagger gräbt sich durch den Acker
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Freitag, 26. April 2013
Firma Strabag baut Erschließungsstraße durch das zukünftige Gewerbegebiet auf der Lohe

Von Viola Dietrich und Malte Samtenschnieder
Bad Oeynhausen-Lohe(WB). Das zukünftige Gewerbegebiet auf der Lohe gleicht momentan eher einer Mondlandschaft. Bagger und Fräsen haben in den vergangenen Tagen ganze Arbeit geleistet. Die Firma Strabag baut dort die Erschließungsstraße.

Seit zwei Tagen regelt eine mobile Ampelanlage in Höhe des neuen Gewerbegebietes Lohe den Verkehr auf der Detmolder Straße. Dort lässt die Stadt in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen NRW einen neuen Knotenpunkt bauen. Er soll es ermöglichen, von der Detmolder Straße auf die geplante Straße zur Erschließung des neuen Gewerbegebietes abzubiegen. Wesentlicher Bestandteil des neuen Knotenpunktes sind eine neue Linksabbiegespur und eine barrierefreie Querungshilfe.

Die Arbeiten an dem Knotenpunkt sollen laut Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich bis Anfang Juni abgeschlossen sein. Anschließend gehe es weiter mit dem Bau der etwa 450 Meter langen Erschließungsstraße. Volker Müller-Ulrich: »Sie soll bis Mitte August fertig sein.«

Im Schnitt ist die Firma Strabag, Niederlassung Lemgo, mit zehn Mitarbeitern vor Ort. Schachtmeister Uwe Mollenhauer kontrolliert das Geschehen. »Am Montag haben wir die Baustelle eingerichtet, seitdem laufen die Erdarbeiten«, erklärt Mollenhauser im Gespräch mit dieser Zeitung. Eine Besonderheit ist dabei die Fräse, die einen Pflanzengürtel in kürzester Zeit nahezu »wegfrisst«. »Alles was die Fräse unter die Kette bekommt ist ruckzuck weg«, meint der Schachtmeister. »Das wird nicht jeden Tag gemacht.«

Uwe Mollenhauer rechnet mit mindestens 12 000 Kubikmeter Boden, der bewegt werden muss. Der größte Teil davon bleibt auf der Lohe, denn im hinteren Bereich des Gewerbegebietes wird das Erdreich etwa zwei Meter hoch aufgeschüttet. Dort findet auch der Aushub Platz, der aus dem 50 mal 50 Meter großen Regenrückhaltebecken gewonnen wird, das für das Gewerbegebiet hinter der Hellerhagener Straße angelegt wird. Am anderen Ende ist ein Baggerfahrer damit beschäftigt, den Graben entlang der Detmolder Straße auszukoffern. »Die Straße wird verbreitert, damit die Linksabbiegerspur entstehen kann«, sagt Uwe Mollenhauer. Zunächst wird die Erschließungsstraße 6,50 Meter breit – 3,25 Meter pro Fahrstreifen. Hinzu kommen die Banketten. Uwe Mollenhauer: »Später werden noch ein Parkstreifen und ein Gehweg entlang der Straße gebaut. Dort liegen dann auch die Versorgungsleitung wie Wasser und Gas. Die können aber erst gebaut werden, wenn feststeht, wie die Grundstücke aufgeteilt werden.«

Ein Teil der Flächen ist bereits verkauft, wie Wirtschaftsförderer Patrick Zahn Anfang April im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erklärte. »Insgesamt umfasst das Gewerbegebiet Lohe eine Fläche von 96 000 Quadratmetern. Ein Grundstück mit einer Fläche von 10 500 Quadratmetern ist verkauft. Darüber hinaus haben zwei Firmen Interesse an weiteren Grundstücken bekundet – in einem Fall sogar mit einer Kaufoption. Für die verbleibenden 70 000 Quadratmeter gibt es noch keine konkreten Interessenten.«

© 2013 WESTFALEN-BLATT - Bad Oeynhausener Anzeiger und Tageblatt vom 26.04.2013