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Hotel-Projekt gerät ins Stocken
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Freitag, 08. März 2013

Investor hält Zielvereinbarungen nicht ein - Bürgermeister glaubt weiter an Realisierung

Von Viola Dietrich
Bad Oeynhausen (WB). Der Betreiber steht fest, Bewertungen klingen durchaus vielversprechend und der Kaufvertrag ist unterzeichnet. Und trotzdem gerät das Projekt zur Errichtung eines Vier-Sterne-Hotels am Standort der alten Kurverwaltung ins Wanken.
Das geplante Vier-Sterne-Hotel am Standort der alten Kurverwaltung ist ein Prestigeobjekt für Stadt und Staatsbad. Derzeit bereitet der Investor Sorgen, weil er bei der Finanzierung Zielvereinbarungen nicht eingehalten hat. Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann ist weiter optimistisch, dass das Hotel-Projekt realisiert wird.

Der Investor, die Ventafonds GmbH aus Bremen, liegt mit der Finanzierung nicht im Zeitplan. »Ich bin einigermaßen enttäuscht, dass wir nicht da sind, wo wir sein sollten«, sagt Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann. In nicht-öffentlicher Sitzung des Betriebsausschusses Staatsbad waren die Mitglieder am Dienstagabend über die Probleme unterrichtet worden. Klaus Mueller-Zahlmann weiter: »Wir hatten klare Zielvereinbarungen, die bisher nicht erreicht wurden.« Trotzdem glaube er weiterhin an das Projekt. »Ich sehe noch lange nicht, dass das Hotelprojekt im Sterben liegt. Aber wir müssen nun kurzfristig Entscheidungen treffen.«


Es sei sowohl vorstellbar, weiterhin mit der Firma Ventafonds mit Oskar Edler von Schickh als Geschäftsführenden Gesellschafter zusammenzuarbeiten, als auch, einen neuen Investor zu suchen. »Das wird in Gesprächen mit dem Staatsbad und Ventafonds entschieden«, sagt der Bürgermeister, der sich optimistisch zeigt. »Es ist durchaus möglich, dass die Finanzierung jetzt besser ins Rollen kommt.« Gehen Investor und Stadt demnächst getrennte Wege, müsste eine Rückabwicklung des bereits im Juni 2012 unterzeichneten Kaufvertrages vollzogen werden. Damit einhergehen würde der Rückkauf des Grundstückes der alten Kurverwaltung. Eine entsprechende Klausel ist Bestandteil des Vertrages. Klaus Mueller-Zahlmann: »Der Betreiber steht zu dem Projekt, das ist wichtig. Früher war der Betreiber das Problem, jetzt haben wir den und es gibt Probleme mit dem Investor.« Oskar Edler von Schickh war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Noch vor zwei Wochen hatte er gegenüber dem WESTFALEN-BLATT gesagt: »Nach einer Überarbeitung werden wir kurzfristig in die Vermarktung des Fonds für das Vier-Sterne-Hotel einsteigen. Die Interessenten für die Penthäuser stehen Schlange, sind sogar bereit, notariell ihre Kaufabsicht bei Umsetzung des Projektes zu bestätigen.« Er rechnete damit, dass im April oder Mai der Abriss der alten Kurverwaltung erfolgen könne.

Manfred Brennfleck, Geschäftsführender Gesellschafter der Hotel-Verwaltungsgesellschaft Libertas mit Sitz in Köln, steht als Betreiber weiterhin zu dem Projekt in Bad Oeynhausen. »Wir glauben an das Projekt und stehen zu unserem Vertrag«, sagt Manfred Brennfleck. Er habe zwar gewusst, dass es gewisse Probleme gegeben habe, aber »dass es so eng ist, ist mir neu«. Aktuell sieht der zukünftige Betreiber des Hotels noch keine Zeitnot. »Aber bis Ende des Jahres muss der Baubeginn passiert sein.« Schließlich soll das Hotel schnellstmöglich eröffnet werden, um dann für alle Beteiligten Geld abzuwerfen.

Auch Kurt Nagel, Fraktionschef der CDU, bleibt trotz der aktuellen Probleme optimistisch. »Es sollte darum gehen, das Projekt ans Laufen zu bringen und nicht kaputtzureden. Wir wollten weiter sein, sind es aber nicht. Meiner Information nach, ist Ventafonds weiterhin zuversichtlich, die Finanzierung auf die Beine stellen zu können. Ich glaube nach wie vor daran, dass das Hotel-Projekt funktionieren kann und realisiert wird. Es läuft gerade etwas holprig, aber es geht geradeaus.«

Dr. Olaf Winkelmann, Fraktionsvorsitzender der SPD, schlägt andere Töne an: »Es kommt einem kleinem Erdbeben gleich, zu erfahren, dass der geplante Hotelbau als Prestigeprojekt des Staatsbads nun zusammenzufallen droht. Die Pläne des Investors hätten der Stadt viele Vorteile bringen können.« Werde tatsächlich nicht gebaut, müsse dringend die Rückabwicklung des Geschäfts zwischen Staatsbad und Investor geklärt werden, ohne dass es die Stadt teuer zu stehen komme. »Angesichts der geplatzten Seifenblase sollten Staatsbadgeschäftsführung und Betriebsausschuss den Mut haben, weitere Alternativen zu entwerfen, um das Grundstück mit der verwaisten Kurverwaltung direkt am Kurpark aufzuwerten.«

© 2013 WESTFALEN-BLATT - Bad Oeynhausener Anzeiger und Tageblatt 08.03.2013