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Pressemeldungen - Westfalen-Blatt - Thema - Schulentwicklung in B.O. PDF Drucken E-Mail
Mehr Qualität kommt auf Prüfstand
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Freitag, 03. Mai 2013
100 000 Euro zusätzlich fließen pro Jahr in den Ganztagesbetrieb an den Grundschulen

Von Claus Brand
Bad Oeynhausen (WB). Mit der Auszahlung von zusätzlich 100 000 Euro pro Jahr zur Qualitätssteigerung des Ganztagesbetriebes an den Grundschulen im Stadtgebiet wird eine Qualitätskontrolle zum Einsatz des Geldes, vor allem für mehr Personal, verbunden sein. Das hat der Schulausschuss beschlossen.

Die Wirksamkeit der Qualitätsoffensive wird in der ersten Sitzung des Fachausschusses nach den Sommerferien 2014 überprüft.

Für das laufende Schuljahr wird dabei eine Sonderregelung gelten. Die Träger, Arbeiterwohlfahrt und Ifas, können einmalig bis zu zehn Prozent für zusätzliche Sachmittel ausgeben. Der Anteil der Verwaltungskosten darf fünf Prozent nicht übersteigen. Der Nachweis über den Einsatz der zusätzlichen Mittel ist getrennt von der regulären Pauschale für den Ganztagesbetrieb zu führen.

Vor der Sitzung des Schulausschusses hatte sich eine Arbeitsgruppe zur Qualitätssteigerung auf die Kriterien dafür geeinigt:

- Verzahnung von Vormittag und Nachmittag mit der Errichtung von Ganztagsklassen.
- Unterstützung beim Lösen von Aufgaben aus dem Unterricht und die Vertiefung des Gelernten.
- Förderung der Kinder mit besonderem Bedarf, so Sprachförderung in Deutsch als Zweitsprache sowie Bewegungsförderung.
- Förderung der Schüler in Arbeitsgemeinschaften im musisch-künstlerischen, im handwerklich-praktischen und im sportlichen Bereich.
- Ruhezeiten, Rückzugsmöglichkeiten, frei gestaltete Zeiten.
- Unterstützungsangebote für Eltern (Erziehungsfragen, Beratung, Elternabend, Elterncafe).
- Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Schulträgern und anderen außerschulischen Partnern.
- Teilnahme der Erzieherinnen an Lehrerkonferenzen und der Lehrer an Teamsitzungen im Ganztag.
- Gemeinsame Fortbildung der Ganztags- und der Lehrkräfte.
- Abgestimmter Personaleinsatz von Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Lehrern.

Einige der Punkte sind an einigen Schulen bereits umgesetzt, an anderen Standorten soll es zu Verbesserungen kommen. Zudem gibt es eine Reihe weiterer Punkte, die Berücksichtigung finden sollen, so zum Beispiel den Personalschlüssel von 1,5 Erzieherstellen pro 25 Kinder weiter zu verbessern. An den Standorten Altstadt, Wichern und Dehme wird die Notwendigkeit gesehen, weitere Räume in den Ganztag einzubeziehen. Zum Schuljahresbeginn 2013 / 2014 soll sich die Personalsituation verbessern. Daher haben die Träger einmal im laufenden Schuljahr die Möglichkeit, 50 Prozent der Mittel zurückzustellen und sie im Folgejahr für Personal einzusetzen.

Von allen Fraktionen wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppe gelobt und begrüßt. Für die CDU unterstrich Helke Nolte-Ernsting, die 100 000 Euro »am liebsten nur für Personal einzusetzen«. Im laufenden Schuljahr sei dies aber planerisch schwierig, »weil die Zeit weit fortgeschritten ist«. Dr. Volker Brand (Grüne) erklärte, auf ein Aufwärmen der Debatte über den politischen Streit auf dem Weg zu mehr Förderung verzichten zu wollen. Er erklärte aber auch: »150 000 Euro pro Jahr für diesen Bereich wären mir noch lieber. Da müsste noch mehr gehen. Den Kontrollaspekt sollten wir ernst nehmen.« An anderer Stelle der Sitzung regte er zudem an, über Ganztagsangebote oder deren Verbesserung an den weiterführenden Schulen in Bad Oeynhausen nachzudenken.

© 2013 WESTFALEN-BLATT - Bad Oeynhausener Anzeiger und Tageblatt vom 03.05.2013