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Pressemeldungen - Westfalen-Blatt - Thema - Sportanlagen in B.O. PDF Drucken E-Mail
85 000 Euro für Planung bereitgestellt
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Samstag, 20. April 2013
Mehrheit der Mitglieder des Rates will Konzept für neue Sportanlage an der Mindener Straße präzisieren

Bad Oeynhausen (mcs). Die auf dem Stadiongelände an der Mindener Straße geplante Sportanlage mit Rasen- und Kunstrasenplatz hat am Donnerstag auch im Stadtrat für erhitzte Gemüter gesorgt. Nahtlos wurde die Diskussion aus dem Finanzausschuss am Vortag fortgesetzt (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Zunächst meldeten sich die Kritiker des Projektes zu Wort. Er könne nicht nachvollziehen, warum in diesem Jahr 85 000 Euro und im nächsten Jahr 165 000 Euro für die Planung der neuen Sportanlage bereitgestellt würden, gleichzeitig aber keine Mittel verfügbar gemacht würden, um mit den Planungen am Sielwehr zu beginnen, sagte Dr. Volker Brand (Grüne). »Diesen Widerspruch kann ich nicht nachvollziehen.« Seiner Ansicht nach könne sich die Stadt das Projekt nicht leisten. Dr. Volker Brand: »Außerdem sollten wir mit einer Entscheidung warten, bis sich der Stadtsportbund konstituiert hat.«

Andreas Korff (Linke) machte deutlich, dass seine Fraktion das Projekt ebenfalls nicht mittragen werde. Er wiederholte seine These aus dem Finanzausschuss, dass alleine von den Planungskosten andernorts ein kompletter Kunstrasenplatz errichtet werden könnte. »Für die 1,9 Millionen Euro, die das Stadion im günstigsten Fall kostet, gibt es keine Gegenfinanzierung«, betonte Andreas Korff. Ein Element der Finanzierung sei etwa die Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf des Schlosses Ovelgönne. Das Wasserschloss stehe aber nicht mehr zum Verkauf.

Rainer Müller-Held (Grüne) sagte, dass sich selbst beim Hauptnutznießer der neuen Sportanlage, dem FC Bad Oeynhausen, nicht alle Beteiligten mit den Bauplänen wohlfühlten. Zudem sei es abwegig, zu glauben, dass 1,9 Millionen Euro ausreichten, um das Projekt umzusetzen. Rainer Müller-Held: »Nach derzeitigen Schätzungen wird das Ganze wohl eher drei Millionen Euro kosten.«

Als »Wolkenkuckucksheim« bezeichnete Reiner Barg (BBO) die Vorschläge. Vor dem Konsolidierungsauftrag, den die Stadt in Hinblick auf ihre Finanzen erfüllen müsse, seien die Pläne unseriös. »Wir haben andere große Aufgaben«, betonte Rainer Barg. Er verwies etwa auf den Sanierungsstau im Straßenbau oder das marode Hallenbad in Rehme.

Dr. Olaf Winkelmann (SPD) verteidigte den Einstieg in die konkrete Planung. »Nachdem uns bislang nur eine Grobplanung vorliegt, brauchen wir endlich ehrliche Zahlen«, sagte der Sozialdemokrat. Wenn die vorlägen, entscheide sich, wie es weitergehe. Für den Bau der neuen Sportanlage an der Mindener Straße sprach sich Dirk Büssing (CDU) aus. »Wir haben bereits viele Diskussionen zu diesem Thema im Stadtrat geführt. Und am Ende hat sich die Mehrheit für diesen Standort ausgesprochen.« Mögliche andere Standorte für den geplanten Kunstrasenplatz seien mit der Zeit aussortiert worden.

Um die Planungskosten in Höhe von 250 000 Euro innerhalb von zwei Jahren einzusparen, machte Axel Nicke (BBO) folgenden Vorschlag: »Aus meiner Sicht müsste die erforderliche Vorplanung im Rathaus II möglich sein.«

Letztlich setzten sich die Befürworter des Einstiegs in die konkrete Planung für den Bau der neuen Sportanlage an der Mindener Straße durch. Bei der von den Bürgern für Bad Oeynhausen beantragten namentlichen Abstimmung votierten 26 Ratsmitglieder mit Ja, zehn Ratsmitglieder mit Nein und drei Ratsmitglieder enthielten sich.

© 2013 WESTFALEN-BLATT - Bad Oeynhausener Anzeiger und Tageblatt vom 20.04.2013